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Apr
11

BR Volley-Doc Oliver Miltner seit 10 Jahren mit dem Team unterwegs

Job zwischen Praxis, Mannschaftsarzt und Kongresspräsident der Spitzen-Sportmedizin in Berlin

BR Volley-Doc Oliver Miltner seit 10 Jahren mit dem Team unterwegs
Dr. med. Oliver Miltner (Mitte) nach erfolgreicher Behandlung eines Spielers der BR Volleys (Bildquelle: Eckhard Herfet)

Playoff Halbfinale, Champions-League in Moskau – anstrengende Wochen für die BR Volleys im April! Doch nicht nur für die Mannschaft steht viel auf dem Spiel. Auch für Mannschaftsarzt Dr. Oliver Miltner, Orthopäde und Unfallchirurg. Seit 10 Jahren betreut er mit seinen ärztlichen Kollegen und Sportphysiotherapeuten das Team der BR Volleys. “Am liebsten ist mir, wenn ich gar nicht arbeiten muss”, sagt der 53-Jährige. Denn das würde heißen: es ist alles im grünen Bereich.

Doch leider bleiben Verletzungen bei den Athleten nicht aus, sowohl im Training, als auch im Spiel. Besonders an den Knien und Sprunggelenken sind Volleyballer gefährdet. Miltner: “Wenn sich jemand leicht verletzt, versuchen wir das kurzfristig mit Infiltrationen, Chirotherapie und anderen Maßnahmen hinzubekommen. Bei schweren Verletzungen auswärts stimmen wir uns unter den Kollegen ab: Muss der Spieler vor Ort eine Klinik aufsuchen? Wird er in den Bus oder Flieger nach Hause gesetzt? 95 Prozent der Verletzungen behandeln wir dann bei uns in Berlin.”

für unterwegs hat Dr. Miltner seine große mobile Praxis mit. “Von der Wundversorgung bis zur Gelenkpunktion ist alles bei den Spielen möglich. Wir können eine Stoßwellenbehandlung bei Muskelproblemen beginnen, haben Orthesen fürs Sprunggelenk, Schienen usw. mit. Dann sind wir in der Spielphase unabhängig”, so der Arzt. Mit ihm zusammen sorgen ein Physio-, ein Reha- und ein Athletik-Trainer für das Wohlbefinden der Spieler und für die bestmögliche Vorbeugung vor Verletzungen.

Dr. Miltner: “Gerade haben wir zwei angeschlagene Spieler, da ist es wichtig, dass ich weiß: wo könnte es Probleme geben, werden sie morgen belastungsfähig sein. Im Training wird dann in der Team-Abstimmung geguckt, ob die Belastung noch etwas heruntergeschraubt bleibt, weniger Sprünge eingebaut werden und Ähnliches.”

Wenn es dann doch einmal passiert und sich ein Spieler schwer verletzt, beginnt schnellstmöglich eine intensive Reha. Miltner: “Gerade haben wir es geschafft, dass ein Spieler nach einer schweren Sprunggelenksverletzung bereits nach 4-5 Wochen in Teilansätzen schon wieder trainieren und spielen konnte. Das ist für uns alle ein Erfolg!”

In Spitzenzeiten begleitet der BR Volley-Doc die Mannschaft 2-3 Tage pro Woche. Und das neben seiner Arbeit in der Praxis und den Vorbereitungen zum Internationalen Kongress der Spitzen-Sportmedizin in der Hauptstadt. Als diesjähriger Kongresspräsident der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) holt Miltner die gesamte Elite aus Sportmedizinern, Wissenschaftlern, Orthopäden, Chirurgen, Sport-Therapeuten und Traumatologen im Juni zum ersten Mal nach Berlin.

Gerade um Trainings- und Behandlungsmethoden zu verbessern, ist ein Austausch in dieser Branche so wichtig. So gibt es im Juni auf dem GOTS-Kongress dann auch neueste Erkenntnisse aus der Reha von Sportverletzungen, aus der internationalen Wettkampfmedizin und von der Betreuung von Hochleistungssportlern.

Bildquelle: Eckhard Herfet

Die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ist der weltweit zweitgrößte Zusammenschluss von Sportorthopäden und Sporttraumatologen. In der trinationalen Gesellschaft sind rund1300 führende Sportärzte im Bereich Orthopädie und Traumatologie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen geschlossen. Neben der Sicherstellung der kompetenten Versorgung sportverletzter Patienten setzt die GOTS qualitative Standards für deren Behandlung. Ziel ist es, das Verständnis von sportlicher Belastung und Verletzungen zu verbessern, um die muskuloskelettale Funktion und Lebensqualität zu erhalten. Der Wissenstransfer findet auf dem jährlich stattfindenden internationalen GOTS-Kongress statt. Die GOTS hat durch die Mitgliedschaft von Verbands- und Olympia-Ärzten einen intensiven Bezug zur Hochleistungsmedizin.

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