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Mai
16

Vorsicht Katzenbisse: Kleine Wunden, große Gefahr

R+V-Infocenter: Fast jede zweite Verletzung durch Katzen verursacht Infektionen – Risiko größer als bei Hundebissen
Vorsicht Katzenbisse: Kleine Wunden, große Gefahr
Dr. Marko Ostendorf, Arzt beim Infocenter der R+V Versicherung

Wiesbaden, 16. Mai 2012. Katzen schmusen und spielen gerne. Doch wenn sie zubeißen, kann es gefährlich werden: Fast jeder zweite Katzenbiss führt bei Menschen zu schweren Erkrankungen – und damit deutlich häufiger als Hundebisse. „Die meist kleinen Bisswunden von Katzen bluten kaum und sehen ungefährlich aus. Deshalb werden sie oft nicht ernst genommen. Doch das kann schwerwiegende Folgen haben, wie etwa eine Blutvergiftung“, sagt Dr. Marko Ostendorf, Arzt beim Infocenter der R+V Versicherung. Er rät deshalb, auch bei äußerlich unscheinbaren Katzenbissen zum Arzt zu gehen.

Denn selbst wenn es nicht so aussieht: Die Wunden sind oft sehr tief, weil Katzen sehr spitze Zähne haben. Dabei können auch Sehnen und Gelenke verletzt werden. „Hinzu kommt, dass der Speichel der Tiere teilweise sehr aggressive Bakterien enthält. Wenn die in die Blutbahn gelangen, können sie zum Beispiel die Hirnhaut oder die Herzklappen befallen und schwere Erkrankungen hervorrufen“, so R+V-Experte Dr. Ostendorf. Besonders gefährdet sind Kleinkinder und Menschen mit Immunschwäche.

Dr. Ostendorf empfiehlt, Bisswunden von Katzen sofort zu desinfizieren, mit einem sterilen Tuch abzudecken und die verletzten Körperteile ruhig zu halten – und dann direkt zum Arzt zu gehen. Besondere Vorsicht ist bei Bissen an der Hand geboten. Hier liegen Nerven, Sehnen und Knochen dicht an der Oberfläche und sehr eng beieinander. Infektionen können zu dauerhaften Schädigungen führen.

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Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1991 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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