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Feb
28

Zu kurzes Zungenbändchen kann zu Stillproblemen führen: Leicht zu übersehen, aber einfach zu beheben.

Neueste Forschungsergebnisse mittels Utraschalltechnologie der australischen Forscherin Dr. Donna Geddes liefern neue Belege dafür, dass die Ankyloglossie und ihre Behandlung bei jeder Abklärung eines Säuglings mit Stillschwierigkeiten berücksichtigt werden sollte. Das stellt eine Veränderung der heute gängigen Praxis dar. Dr. Donna Geddes wird ihre Ergebniss auf Medelas 8. Internationalen Still- und Laktationssymposium in Kopenhagen (12.-13. April 2013) präsentieren.

(ddp direct) Dr. Donna Geddes, Associate Professor an der University of Western Australia, ist Spezialistin für Ultraschalltechnologie und wird auf Medelas 8. Internationalen Still- und Laktationssymposium in Kopenhagen (12. – 13. April 2013) ihre Forschungsergebnisse präsentieren. Dort wir sie weitere Belege dafür liefern, dass die Ankyloglossie und ihre Behandlung bei jeder Abklärung eines Säuglings mit Stillschwierigkeiten berücksichtigt werden sollte. Das stellt eine Veränderung der heute gängigen Praxis dar. Bis zu zehn Prozent aller Babys kommen mit einem zu kurzen Zungenbändchen (Ankyloglossie) zur Welt. Unbehandelt kann diese Störung zu unnötigem, anhaltendem Unbehagen und Schmerzen bei der Mutter, Gewichtsverlust beim Baby und zu frühzeitiger Aufgabe des Stillens führen. Auch die Ernährung und Sprachentwicklung im späteren Leben kann beeinträchtigt sein. Obschon die Symptome meist leicht zu erkennen sind, wird ein zu kurzes Zungenbändchen von medizinischen Fachkräften häufig übersehen, weil viele Jahre lang davon ausgegangen wurde, dass es keine Probleme beim Stillen erzeugt. Zum ersten Mal wurde nun Ultraschall als nichtinvasives Diagnosewerkzeug eingesetzt, um zu verstehen, warum ein zu kurzes Zungenbändchen zu Schwierigkeiten beim Stillen führt. Die Untersuchung hat gezeigt, dass die natürliche Zungenbewegung durch eine einfache Prozedur wiederhergestellt und die Probleme damit gelöst werden können.
Weitere Informationen zum Symposium unter http://www.medela-symposium.com/.

Ein Neugeborenes nicht richtig stillen zu können und den Grund dafür nicht zu verstehen, ist ein Albtraum aller Eltern. Doch dieser Albtraum lässt sich in vielen Fällen durch eine frühe Diagnose und Behandlung vermeiden. Wüssten Eltern und Fachkräfte mehr über die Konsequenzen eines zu kurzen Zungenbändchens und über den Zusammenhang mit Schwierigkeiten beim Stillen, so könnten viele Probleme vermieden werden. Leider ist ein zu kurzes Zungenbändchen für das ungeübte Auge nicht immer leicht zu erkennen, weshalb eine Mutter oft während Tagen oder sogar Wochen unter Unbehagen, Schmerzen und natürlich auch Sorgen und Stress leiden muss. Anzeichen sind schmerzhafte, rote und/oder rissige Brustwarzen; Babys können die Brust nicht richtig und/oder genügend in den Mund nehmen, sie brechen nach wiederholten gescheiterten Versuchen in untröstliches Weinen aus und/oder nehmen nicht richtig zu. Da es beim Stille nicht genug Milch bekommt, will das Baby immer wieder an die Brust, um zu trinken, was aber jedes Mal wieder zum gleichen mühevollen Verhaltensmuster führt.
Stillprobleme
Wir sprechen hier von dem Problem, dass ein zu kurzes, aber auch ein straffes, zu unelastisches, oder falsch positioniertes Frenulum die Bewegung der Zunge behindert. Das Frenulum ist das Bändchen, das die Zunge am Mundboden fixiert. Die Diagnose ist eher schwierig und erfordert eine gründliche Untersuchung der Zunge sowie die genaue Betrachtung der Stillprobleme. Deshalb wird ein zu kurzes Zungenbändchen nicht immer erkannt. In einem solchen Fall kommt es zu einem Gewichtsverlust des Babys, dem die Mutter oft der Ergänzung durch künstliche Säuglingsnahrung entgegenwirken will. Dies kann zu einer Abwärtsspirale führen, in der häufig das vorzeitige Abstillen als angemessene Lösung des Problems erscheint.
Sicherer Eingriff
Zur Behebung der Ankyloglossie wird eine Frenulotomie vorgenommen, d. h. das Zungenbändchen wird durchtrennt. Dieser Eingriff ist nachgewiesenermaßen sicher und einfach. Der Entscheid, ob und wann zu behandeln sei, bleibt allerdings trotz des häufigen, in der Literatur aufgeführten Vorkommens von bis zu 10,7% kontrovers. Zunehmend erscheinen aber Berichte von Stillproblemen bei Säuglingen mit einem zu kurzen Zungenbändchen, und die veröffentlichten Schätzungen gehen zwischen 25 bis 44% betroffenen Säuglingen aus.

Die Kontroverse dreht sich um den noch ungenügend erforschten Mechanismus hinter den Stillproblemen, die mit dem zu kurzen Zungenbändchen verbunden sind, nicht zuletzt, weil eine allgemein anerkannte Definition und griffige Diagnoseverfahren bisher fehlen.

Dr. Donna Geddes, Associate Professor an der University of Western Australia, ist Spezialistin für Ultraschalltechnologie, die sie insbesondere zur Erforschung der Anatomie der laktierenden Brust und der Dynamik des Saugvorgangs beim Kleinkind einsetzt. Sie hat entdeckt, dass die Erzeugung eines Vakuums unerlässlich ist, damit ein Säugling beim Stillen Milch aus der Brust erhält. Dr. Donna Geddes hat jetzt dieses nichtinvasive Untersuchungsmittel des Ultraschalls erneut eingesetzt, um die Auswirkungen eines zu kurzen Zungenbändchens aus einer neuen Perspektive zu erforschen.Donna Geddes: „Die Beurteilung des Schweregrads und der Auswirkungen einer Ankyloglossie erfordert die visuelle und manchmal physische Untersuchung der Mundhöhle des Säuglings. Bisher haben wir noch nie objektiv darstellen können, wie das zu kurze Zungenbändchen das Saugen an der Brust beeinflusst. Der Einsatz von Ultraschall hat uns erlaubt, die Saugdynamik von Säuglingen mit zu kurzem Zungenbändchen vor und nach der Frenulotomie zu untersuchen. Unsere Untersuchungen haben klar gezeigt, dass das zu kurze Bändchen eine negative Wirkung auf die Zungenbewegung hat, weil dadurch entweder die Spitze der Brustwarze zusammengekniffen oder die Brustwarze an ihrer Basis zusammengedrückt wird und Stillprobleme verursacht. Die eingeschränkte Beweglichkeit der Zunge kann durch Entlastung (Trennung) des Frenulums verbessert werden und dies führt zu einer wesentlichen Erleichterung für Mutter und Kind.“

Die Forschungsergebnisse, die Dr. Donna Geddes an Medelas 8. Internationalen Still- und Laktationssymposium in Kopenhagen (12.-13. April 2013) präsentieren wird, liefern weitere Belege dafür, dass die Ankyloglossie und ihre Behandlung bei jeder Abklärung eines Säuglings mit Stillschwierigkeiten berücksichtigt werden sollte. Das stellt eine Veränderung der heute gängigen Praxis dar

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Das im Jahr 1961 von Olle Larsson gegründete Unternehmen Medela mit Sitz im Kanton Zug/Schweiz ist bis heute in Familienbesitz und konzentriert sich auf zwei Unternehmensbereiche: Stillen, führend in der Entwicklung und Herstellung von Milchpumpen, und Healthcare, spezialisiert auf die Anwendung von Va-kuumtechnologie in medizinischen Absauggeräten. Medela betreibt Grundlagenforschung zusammen mit führenden Wissenschaftlern und Universitäten und nutzt die Forschungsergebnisse in der Entwicklung ihrer Produkte. Medela hat 16 Tochtergesellschaften in Europa, Nordamerika und Asien und vertreibt ihre Produkte durch unabhängige Partner in über 90 Länder. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 1.300 Mitarbeiter, davon 300 im Kanton Zug. www.medela.com.

Kontakt:
Medela
Heike Scheer
Korbininanstr. 2
85386 Eching
089 3197 59 83
heike.scheer@medela.com www.medela.com

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