Seife selber machen ohne Zusatzstoffe: So geht”s!

Seife selber machen ohne Zusatzstoffe: So geht"s!

Du erhältst eine Naturseife, wenn du Seife selber machen möchtest, der du eine persönliche Note verleihen kannst, wenn du diese selber machst und nicht kaufst. Mit einer einfachen Anleitung zeigen wir dir, die auch mit Kindern ganz einfach umzusetzen sind.

Oft kommen Zusatzstoffe in die Seife bei der industriellen Seifenherstellung, diese können der Haut und der Umwelt. Voller chemischer Zusätze und Inhaltsstoffen stecken herkömmliche Seife aus dem Supermarkt oder der Drogerie, diese können die Haut reizen, Allergien auslösen oder den natürlichen Schutzmantel herunterwaschen können. Palmöl wird in vielen herkömmlichen Seifen verwendet, dieses steht für das Klima und die Umwelt mit seinen Auswirkungen in der Kritik. Eingepackt ist die Seife oftmals in mehrere Schichten mit Plastik und Pappe, dadurch fallen große Mengen Müll an. Dies allein ist schon der Grund, warum du Naturseife selbst herstellen solltest.

Du würdest Lauge benötigen, wenn du Seife vom Grund auf nach traditionellem Rezept Seife selber machen möchtest. Allerdings sollte erwähnt sein, dass die Lauge nicht ungefährlich ist. Bei dieser Seifenherstellung muss dann langärmelige, schützende Kleidung und eine Schutzbrille getragen werden. Allerdings kannst du auch ungefährliche Seifenrezepte mit deinen Kindern herstellen.

Diese Stoffe werden bei diesem Seifenrezept überflüssig, denn die Rezepte und Zutaten sind beide denkbar einfach.

Warum solltest du Naturseife selber herstellen?

Hautschonend

Oft besteht Selfmade-Seife aus einer Lauge, allerdings wird dies ph-hautneutral durch das Wasser unter der Dusche. Dadurch wird der Säurechutzmantel der Haut geschont, ebenso wirkt diese rückfettend und reinigt sehr mild.

Durch das Wasser quillt die Haut auf, dadurch kann diese die reichhaltigen Inhaltsstoffe der Seife besser aufnehmen und speichern. Mit genügend Feuchtigkeit wird die Haut so versorgt und der Säureschutzmantel wieder regeneriert. Die Feuchtigkeit und der Schutz wird bei herkömmliche Seifen und Duschgels von der Haut gewaschen.

Schwer lässt sich feste Seife überdosieren, dadurch kann auf die Haut nicht zu viel “Reinigungsmittel” gelangen und diese angreifen.

Geeignet ist die Naturseife bei Neurodermitis und für sehr trockene Haut.

Keine Zusätze

Oftmals enthält industrielle oder flüssige Seife Konservierungsstoffe, diese können Allergien und Hautreizungen auslösen. Ohne diese Zusätze kommt feste Seife aus.

auf der Oberfläche von fester Seife bleiben Keime und Bakterien nicht haften, jedoch auf Pumpspendern zum Beispiel schon.

Besser für die Umwelt

Ein reines Naturprodukt ohne chemische und synthetische Zusätze wie Tenside oder Duft- und Farbstoffe ist Naturseife.

Die Seife ist sogar Naturkosmetik, wenn die Zutaten Bio sind.

Verwendet werden kein Erdöl oder tierische Fette.

Weniger oder keine Verpackungen werden gebraucht.

Günstige Kosten

Geld kostet lediglich die Anschaffung der Zutaten. Daraus kannst du dann eine große Menge von qualitativ hochwertiger Seife hergestellt werden.

Länger als herkömmliches Duschgel hält selbstgemachte Seife.

Um Seife selbst zu machen, brauchst du folgende Dinge

Schutzbrille (z. B. aus dem Bastelladen)

Gummihandschuhe

Küchenschürze oder ein altes T-Shirt

2 Edelstahltöpfe (groß und klein)

Holz-Kochlöffel

Küchenthermometer (bis 100 Grad Celsius)

Küchenwaage

Seifenformen aus Silikon

Natriumkarbonat

Öle

Düfte

Seifenfarbe

Sicherheitshinweise

Beim Seife selber machen ist darauf zu achten, dass du dich vorab genau über die Inhaltsstoffe der Zutaten informierst, damit keine Allergie auftreten oder auch im schlimmsten Fall verunreinigte Zutaten verwendet werden.Während der Herstellung sollten Kinder nicht anwesend sein. Bei der Verwendung von heißen Materialien und Chemikalien solltest du in jedem Fall Schutzkleidung tragen. Du wirst dich keiner Gefahr bei der Herstellung von Seife aussetzen, wenn du dich an die Arbeitsschritte hältst und mit den Zutaten vorsichtig und sorgfältig umgehst.

Seife ohne Lauge selber machen

Möchtest du ohne Lauge deine Seife herstellen, dann kannst du dafür Gylcerinseife oder Kernseife verwenden.

Grundrezept für Seifenherstellung ohne Lauge

500 g Seifenflocken, Glycerinseife oder Kernseife

2 Töpfe

ein Holzlöffel

Seifenformen aus Silikon

Duft und Farbe nach Wahl

Anwendung

Schmelze die Seifenflocken in einem Wasserbad. Mische den Duft, Seifenfarbe und z. B. Kräuter, Blüten oder Orangenschale mit der Seife.

Gieße die Seifenmischung in Silikonförmchen und lasse diese aushärten.

Löse die Seifenstücke aus den Formen und lasse die Seifen vor dem ersten Gebrauch nochmal 24 Stunden aushärten.

Was kostet es, Seife selber zu machen?

Die Anschaffung der verschiedenen Zutaten scheint im ersten Moment mit großen Kosten verbunden zu sein, denn etwas teuer sind die verschiedenen Öle, Düfte und das Natriumkarbonat. Jedoch lassen sich aus einem Rezept für Seife selber machen viele Seifenstücke herstellen, dadurch kostet ein Stück Seife vermutlich genauso viel, wie ein hochwertiges Stück Seife aus dem Geschäft.

Voller chemischer Zusätze und Inhaltsstoffe enthalten herkömmliche Seifen aus dem Supermarkt oder der Drogerie, so dass diese die Haut reizen können und den natürlichen Schutzmantel herunter waschen oder Allergien auslösen können. Palmöl wird in vielen herkömmlichen Seifen verwendet, diese stehen aufgrund der Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima in der Kritik. In mehrere Schichten Plastik und Pappe werden oftmals die Seifen eingepackt. Dadurch fallen sehr große Mengen Müll an. Dies ist schon ein Grund, warum du deine Seife selbst herstellen solltest.

Rezept für Rosenseife

Zutaten

300 g Olivenöl

250 g Rapsöl

200 g Kokosöl

150 g Sheabutter

100 g Wildrosenöl

20 ml Parfumöl Rose

132 g Natriumkarbonat (Apotheke)

260 ml destilliertes Wasser

Zubereitung

In einem großen Topf gebe das Olivenöl, Rapsöl, Kokosöl, Sheabutter und Wildrosenöl (z. B. aus dem Reformhaus). Bei maximal 50°C sollten Sie das Öl langsam schmelzen. Dann das Rosenöl dazugeben.

Währenddessen das Natriumkarbonat zum destillierten Wasser dazugeben. Von allein erwärmt sich die Lauge.

Haben sich alle Kristalle aufgelöst, gebe zu den warmen Ölen vorsichtig die Lauge. Solange vorsichtig mit dem Holzlöffel umrühren, bis eine dickflüssige Masse entstanden ist. Anschließend die Masse in Seifenformen füllen.

Die Seife muss mindestens 48 Stunden in der Form trocken, bevor du diese herausnehmen kannst. Die Seife muss in Anschluss noch mindestens einen Monat lang an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort reifen, z. B. im Keller.

Rezept für Ziegenmilch-Seife

Zutaten

300 g Olivenöl

300 g Rapsöl

250 g Kokosnussöl

100 g Kakaobutter

50 g Jojobaöl

50 g Zimtöl

132 g Natriumkarbonat

270 g Ziegenmilch

Zubereitung

Frieren die Ziegenmilch ein.

In einen großen Topf Olivenöl, Rapsöl, Kokosöl, Kakaobutter und Jojobaöl geben. Die Öle langsam schmelzen bei maximal 50°C und dann das Zimtöl dazugeben.

Gebe auf die gefrorene Ziegenmilch löffelweise das Natriumkarbonat. Dadurch taut diese auf und eine Lauge entsteht.

Haben sich die Kristalle auf, die Lauge vorsichtig zu den warmen Ölen dazugeben. So lange vorsichtig mit einem Holzlöffel umrühren, bis daraus eine dickflüssige Masse entsteht. Die Masse anschließend in Seifenformen umfüllen.

Die Seife muss mindestens 48 Stunden in der Form trocknen, bevor du diese herausnehmen kannst. Die Seife muss anschließend noch mindestens einen Monat lang an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort reifen, z. B. im Keller.

Rezept für Küchen-Seife mit Kaffee

Zutaten

300 g Kokosfett

250 g Olivenöl

300 g Kakaobutter

100 g Sonnenblumenöl

200 ml destilliertes Wasser

146 g Natriumkarbonat

300 ml starker Kaffee

Zubereitung

Koche starken Kaffe und lasse diesen auf Raumtemperatur abkühlen.

Kokosfett, Olivenöl, Kakaobutter und Sonnenblumenöl in einen großen Topf geben. Anschließend die Öle langsam bei maximal 50°C schmelzen lassen.

Vermischen den Kaffee mit dem destillierten Wasser. Löse anschließend vorsichtig das Natriumkarbonat darin auf.

haben sich alle Kristalle aufgelöst, geben vorsichtig die Lauge zu den warmen Ölen. Solange mit einem Holzlöffel umrühren, bis eine dickflüssige Masse entsteht. Anschließend die Masse in Seifenformen abfüllen.

In der Form muss die Seife mindestens 48 Stunden trocknen, bevor du diese dann herausnehmen kannst. Die Seife muss anschließend noch mindestens einen Monat lang an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort reifen, z. B. im Keller.

Achtung bei allen Rezepten!

Haut und Haare gilt es bei dem ein- bis zweistündigen Prozess zu schützen. Aus Aluminium dürfen weder Töpfe, noch Kochlöffel sein, denn diese zerstören die Natronlauge. Im Anschluss dürfen weder Töpfe, noch Löffel noch einmal zum Kochen verwendet werden. Daher nutze ausrangierte Dinge. Viel Spaß beim Seife selber machen

Quelle: https://www.befiftytwo.de/diy/seife-selber-machen/

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