Sichere Blutspenden

Der Blutspendedienst erinnert an 135 Jahre Transfusionsmedizin

Am 15. Januar 2013 jährt sich der Todestag des 1878 verstorbenen Mediziners James Blundell. Der Londoner Physiologe und Geburtshelfer führt 1818 die erste Bluttransfusion von Mensch zu Mensch durch: Er verabreicht einem seiner schwerkranken Patienten etwa einen halben Liter Blut. Dieses stammt von den zufällig anwesenden Personen am Guys-Hospital in London. Der Patient überlebt nach anschließender Besserung weitere 56 Stunden. Zu dieser Zeit weiß man noch nichts von den Blutgruppen und möglichen Unverträglichkeiten. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt der Österreicher Karl Landsteiner (1868 – 1943) das ABO-System, wofür er 1930 den Nobelpreis für Medizin erhält.

In Deutschland beauftragt die Stadt Regensburg im Jahr 1953 das Städtische Krankenhaus zusammen mit dem Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes, die Blutspendezentrale vom staatlichen Gesundheitsamt zu übernehmen und weiter auszubauen. Heute ist der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes als gemeinnützige GmbH an sechs Standorten (Augsburg, Nürnberg, München, Regensburg, Würzburg und Wiesentheid) vertreten: Er stellt jährlich über eine halbe Million Erythrozytenkonzentrate (rote Blutkörperchen), sowie weitere wichtige Blutprodukte wie Thrombozytenkonzentrate (Blutplättchen) und Blutplasma her, die Kranken und Verletzten helfen und gar das Leben retten und ist damit für mehr als 80 Prozent der in Bayern benötigten Blutkonserven verantwortlich. Die Verarbeitung der Blutspenden ist heute ein hochkomplexes medizinisch-technisches Verfahren: Die eingesammelten Blutspenden aus ganz Bayern werden abends in das Produktionszentrum nach Wiesentheid gebracht, wo sie innerhalb von 24 Stunden in die verschiedenen Blutkomponenten aufgetrennt, verarbeitet und im Labor auf Krankheitserreger getestet werden. Erst nach einwandfreien Untersuchungsergebnissen werden Blutspenden zur Verwendung freigegeben, andernfalls wird das Produkt zurückgestellt und der Spender in einem Schreiben über das Testergebnis informiert. Nur so kann der Schutz der Empfänger von Blutpräparaten sichergestellt werden. “Wir sehen unsere Aufgabe heute darin, zum Wohle der Empfänger Blutprodukte mit bestmöglicher Qualität herzustellen”, sagt Dr. Franz Weinauer, Vorsitzender der Geschäftsführung und Ärztlicher Direktor des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes.

Die Einzigartigkeit unseres Blutes
Es ist bis heute noch nicht gelungen, künstliches Blut als Ersatz für die Anforderungen der modernen Transfusionsmedizin herzustellen. Jede Zelle und jedes Teilchen hat im Blut eine notwendige Funktion, wie zum Beispiel den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen, die Abwehr von Krankheitserregern und die Blutstillung. Das lebenswichtige Elixier mit seinen vielfältigen Aufgaben kann in den benötigten Mengen nur der menschliche Körper selbst bilden. Es ist durch nichts zu ersetzen. “Deshalb ist es auch so wichtig, dass es Menschen gibt, die ihr Blut für unsere Patientinnen und Patienten sowie Verletzte spenden”, betont Dr. Franz Weinauer.

Die Blutspende beim Blutspendedienst ist Hilfe, die ankommt. Sie ist selbstlos, kostenlos und für viele Menschen unendlich wertvoll. Auch Sie können aktiv werden: In Ihrer Nähe finden in regelmäßigen Abständen Blutspendetermine statt.

Der Blutspendedienst des BRK (BSD) wurde 1953 vom Bayerischen Roten Kreuz mit dem Auftrag gegründet, die Versorgung mit Blutprodukten in Bayern sicherzustellen. Er trägt die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH. Als modernes pharmazeutisches Unternehmen ist der BSD heute ein aktiver Partner im bayerischen Gesundheitswesen. Mit seinen ca. 700 engagierten Mitarbeitern organisiert der BSD jährlich in 64 bayerischen Landkreisen rund 5.400 Blutspendetermine.

Kontakt:
Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes
Dr. Perry Reisewitz
Theresienstraße 12
82319 Starnberg
08151/550 79 81
perry.reisewitz@compass-communications.de
http://www.blutspendedienst.com

Pressekontakt:
Compass Communications GmbH
Dr. Perry Reisewitz
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